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Filmkritik: Terminator: Genisys

Gestern war es endlich soweit: ich habe Terminator: Genisys, eine Mischung aus Reboot und Sequel der Terminator-Reihe, gesehen. Ehrlich gesagt, war ich mir nicht so sicher, ob der fünfte Terminator-Film ein absoluter Reinfall oder der Film des Jahres sein würde. Die Geschichte der Reihe ist einfach zu durchwachsen, um sich ein klares Urteil zu bilden. Wobei ich auch die schwächeren Terminator Teile 3 und 4 noch ganz gut fand.

Der Trailer hat mich auch ein wenig befürchten lassen, dass Genisys zu verwirrend wird. Wie viele Schauspieler haben mittlerweile John Connor gespielt? Aber immerhin gibt es eine Konstante, die immer wieder in allen Terminator-Filmen dabei ist: Arnold Schwarzenegger.
Der ist hat im fünften Terminator Film auch wieder eine größere Rolle, und zwar eine, die es echt in sich hat. Als langjähriger Beschützer von Sarah Connor (durch Zeitreisen ist natürlich jetzt alles anders und Sarah traf ihren Terminator schon im Alter von acht Jahren), fungiert Arnies T800 hier als Vaterfigur. Mit viel Witz und Charme wirk Arnold Schwarzenegger überhaupt nicht wie ein veralteter Actionheld, der in die Jahre gekommen ist, sondern nutzt seine Rolle geschickt, um sein Manko (ich bin mal so frei, sein Alter hier als Manko zu bezeichnen) in etwas positives zu verwandeln. Das ist ihm übrigens schon super in „Last Stand“ gelungen.

Die Story von Terminator: Genisys ist die typische Terminator Story: mit Hilfe von Zeitreisen versucht man die Welt zu retten und wird dabei von den bösen Maschinen gejagt. Der erste Teil des Films ist wie eine Mischung aus Terminator 1 und 2. Man nehme den bösen Arnold Schwarzenegger als T800, den gute Arnie als T800, den Formwandler T1000, Kyle Reese und Sarah Connor und hat einen action-geladenen Anfang, der einfach super für alle 90s-Kids ist, die die ersten Terminator-Filme lieben. Schnell merkt man, dass die Dinge irgendwie anders laufen als erwartet und dann kommt auch schon der zweite Teil: Sarah Connor und Kyle Reese reisen in die Zukunft um den Maschinen ihre Geburtsstunde richtig madig zu machen. Dabei treffen sie auf einen unerwarteten Kontrahenten, der es ganz schön in sich hat.

Während die Story zwar wirklich gut, aber doch nach altem Schema abläuft, überrascht Terminator: Genisys mit wirklich lustigen Szenen à la Avengers oder Transformers. Die Comedy-Elemente sind hier auch deutlich gelungener, als in den ersten Terminator-Teilen. Besonders gut hat mir der Cast gefallen. Arnold Schwarzenegger schafft es sich trotz Nebenrolle in den Vordergrund zu stellen und liefert die besten Szenen des Films, aber auch Emilia Clarke und Jai Courtney sind wirklich gut in ihren Rollen. Leider ist Sarah Connor manchmal etwas hitzköpfig und unvernünftig, aber das liegt dann eher am Charakter, als an der schauspielerischen Leistung. Jason Clarke ist übrigens wirklich unheimlich, aber ich möchte hier nicht zu viel verraten.

Die CGI-Elemente sind…okay. Der alte T800 sieht halt nach 1984 aus, wo er nun mal auch herkommt. Dies tut dem Film aber keinen Abbruch, weil die restlichen Effekte recht nett sind.

Bewertung
  • Cast
  • Story
  • Effekte

Summary

Zusammenfassend hat Terminator: Genisys mich komplett überzeugt. Mit seinem Mix aus Action und Comedy spielt der Film in einer Liga mit Avengers oder Transformers. Die Story ist zwar größtenteils bekannt, aber ich habe in einigen Szenen wieder ganz schönes Herzklopfen gehabt, weil die Terminatoren auch ordentlich beängstigend sein können. Action-Fans sollten nicht auf Terminator: Genisys verzichten und für Fans der Terminator-Reihe ist dieser Film natürlich ein absolutes Muss!

4.3
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